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RE: Seltene Hunderasse/en

 von Husky01 , 25.05.2010 18:45

Hier ist noch eine seltene Hunderasse - hier in Deutschland schon bzw. noch.

Der Lapinporokoira

Eine kostbare Perle der finnischen Kulturgeschichte

Der lappländische Hütehund

- LAPINPOROKOIRA –

ist eine Rarität, eine kostbare Perle der finnischen Kulturgeschichte.

Der Rentierhund, wie er von Bewunderern genannt wird, ist wie ein Atemzug aus der Vergangenheit. Ein Hund der die lappländische Mythologie wiederspiegelt: Schamanismus und die Trommeln der Trolle, exotische Kräuter und gedämpftes Licht, das durch die Zweige der Gebirgsbirken flackert. Diese Einflüsse lassen sich in ihm finden. Er v Arbeit und seinen Vertrauten.

Die Legende des Rentierhundes:

Es war einmal vor langer Zeit, als einige Rentierhunde auf einer Hügelspitze plaudernd Platz genommen hatten und Menschen beobachteten, die verzweifelt versuchten eine Rentierherde zusammenzuführen. Nachdem sie dem hoffnungslosen Treiben der schreienden und laufenden Menschen eine Weile zugesehen hatten, entscheiden sie:„Wir können das aber besser!“ Auf diese Weise erhielten die Rentierhirten einen unersetzlichen
Helfer, einen Hund der selbst helfen wollte.

Ein lebender nordischer Kulturschatz- (von llari Karlsson)

Die Finnen lieben Hunde. Vermutlich sind sie auch das Volk mit den meisten Hunden je Einwohner. Dies wird dadurch bezeugt, daß bei der Hunde- Weltausstellung in Helsinki 1998 der Weltrekord mit über 17.000 teilnehmenden Hunden erzielt wurde! Und auch innerhalb der Hundewelt hat Finnland etwas höchst Exotisches vorzuweisen, naälich den Lapplandischen Rentierhund. Dieser Rentierhund ist eine alte, ursprüngliche nordische Rasse.

Er ist eine der am wenigsten bekannten und vielleicht deshalb eine der gesündesten Hunderassen, die wir kennen.

Die Exotik der Rasse liegt aber nicht nur in ihrer Seltenheit, sondern auch darin, daß es sich um den nördlichsten Hirten- und Hütehund der Welt handelt. Er ist ein polarer Rentierhüter, der noch heute von den Rentierzüchtern wegen seiner Tüchtigkeit gepriesen wird. Die Rentierzucht stellt extrem hohe Anforderungen an einen Hund, Anforderungen, die von keiner anderen bekannten Rasse so gut bewältigt werden. In Schweden und Norwegen heißt die Rasse "Lapsk Vallhund" - heute würde man "samischer Hütehund" sagen. Auf
Finnisch sagt man "Lapinporokoira", also "Lapplandischer Rentierhund". Ein nordischer "Urhund" Der histo-
rische Ursprung des Rentierhundes ist vermutlich derselbe wie aller anderen nordischen Spitze. Die Hunde kenner nehmen an, daß die frühen Halter derNordischen Spitze die prähistorischen finnisch-ugrischen Jägervölker waren, die in der ganzen subpolaren Nadelwaldregion , der Taiga, beheimatet waren - von Skandinavien bis Sibirien. Von den nordischen Völkern wiederum sind es die Samen, die am langsten in sehr naturnahen Verhaltnissen gelebt haben; sie sind auch das alteste Volk des Nordens. Diese Tatsache und auch das wolfsähnliche Aussehen der Rasse des Rentierhundes legen die Vemnutung nahe, daß diese Rasse mit großer
Wahrscheinlichkeit dem sogenannten "nordischen Urhund" am nachsten kommt. Auch hat die Züchtung dieser Rasse nie Änderungen bezweckt, sondern vielmehr die Erhaltung eines echten Rentierhüters. Eingrößeres Interesse für diese Hunde erwachte in Hundezüchterkreisen erst in den 1930er Jahren. Nach dem Krieg begann eine Zusammenarbeit mit dem Finnischen Rentierzüchterverband (Paliskuntain yhdistys), um die Rassemerkmale festzuhalten und zu standardisieren.

Offiziell anerkannt wurde die Rasse dann im Jahr 1967.

Aus der Standardbeschreibung des Finnischen Kennelclubs geht klar hervor, daß dieser Hund als Gebrauchshund zu charakterisieren ist. Es wurden Nachweise über die Abstammung aus Rentierzuchtgebieten sowie Arbeitszeugnisse über geleistete Hütearbeit des Hundes gefordert. In der Zwischenzeit konnte sich die Rasse auch im südlichen Finnland etablieren, weil man auf die ausgezeichneten anderen Gebrauchshundeeigenschaften aufmerksam wurde. Vor allem erhielt die Rasse vor einigen Jahren "Diensthundrechte(palveluskoiraoi-
keudet), d. h. die Hunde konnten an den traditionellen Gehorsamswettbewerben der Gebrauchshunderassen teilnehmen und natürlich als solche mit ihrem Eigner "Dienst tun". Es heißt, daß ein Lapinporokoira als Lawinenrettungshund in Österreich in den 1980er Jahren mindestens drei Menschenleben gerettet hat. In erster Linie wird er aber nach wie vor in der Rentierzucht eingesetzt, als Hüter aber auch als Schutz der Herde vor Raubtieren wie Bär, Wolf und Vielfraß.

Die Rasse ist eine der weltweit am wenigsten verbreiteten Hunderassen. In Finnland zählen wir heute 500 bis 600 Hunde: in Schweden begann man mit der Erfassung der Rasse erst 1995 und gibt die Anzahl dort mit rund 150 Hunden an. Ein knappes Dutzend Rentierhunde gibt es in Norwegen, auch in Danemark, Holland, Polen und Estland sind sie vertreten. In Deutschland gibt es ein par Exemplare.

Rentierzucht heute

Sehr vereinfacht ausgedrückt fünktioniert Rentierhütung derart, daß der Rentier- Züchter entweder zu Pferde, auf Skiem, mit Motorschlitten, mit Vierrad- oder gewöhnlichem Motorrad mit Hilfe eines oder mehrer Hunde eine Rentierherde mit Hunderten oder auch Tausenden von Tieren vor sich in die gewünschte Richtung treibt.
Eine solche Hütearbeit stellt sehr hohe Anforderungen an die Hunde, und man bezeichnet Sie als den „hartes-
ten Hundeberuf der Welt". Die unterschiedlichen Witterungsverhaltnisse, das Gelände, die Intensität und das Tempo der Arbeit verlangen vom Hund Gehorsam, vorausschauendes Verhalten, gute äußere Merkmale (Pelz, Verfassung der Pfoten, Größe usw.) sowie Mut. Rentiere sind große, sehr schnelle und halbwilde Tiere, und sie sind sehr zahlreich. Zualledem sollen die Hunde auch auf Lastwagenflachen, Motorschlitten und in Helikoptern mitgeführt werden können. Auf Befehl springt der vierbeinige Soziusfahrer von seinem Beifahrersitz
hinunter und erledigt die ihm gestellten Aufgaben, wie er es auch in frühreren Jahrhunderten schon getan hat, ein schönes Beispiel dafür, wie Tradition und Technik einander erganzen können und nicht unbedingt ausschließen mussen. So erweist sich der alte vierbeinige Assistent auch heute noch oder heute wieder als unersetzliche Helfer der samischen Rentiernomaden, des seinen Job rasch, effektiv und kostengunstig verrichtet. In früheren Zeiten, als es noch keine Motorfahrzeuge gab, hatten die Hunde oft ein tägliches Laufpensum von bis zu 100 km im Schnee. So viel laufen mussen sie heute nicht mehr, weil Sie meistens auf den Fahrzeugen mitfahren. Die Hunde steuern ihre Hütearbeit mit Gebell, müssen aber auch vollkommen still halten können, wenn erforderlich. So könnte z.B. Einsameln einer Rentierherde, eine Arbeit von mehreren Tagen, zunichte gemacht werden, wenn der Hund zum falschen Zeitpunkt oder am falschen Ort bellt. Ein Rentierhund arbeitet ansonsten weitgehend selbständig, vorausschauend, in weitem Gelande, verlasst seinen Herrn aber nie
eigenmächtig, weil er von Natur aus ein „Teamarbeiter „ ist. Außer an Rentierherden werden Lapplandische Rentierhütehunde auch zur Arbeit an Rindem und Schafen,eingesetzt. Gute Ergebnisse werden auch beim Einsatz als Begleithund, Hofwache und sogar als Bewacher von Lachszuchten erzielt.

Alltag mit dem Rentierhund

Die ursprüngliche und nach dem Rassestandard auch heute noch eigentliche Aufgabe dieses Hundes ist selbstverständlich die Arbeit mit Rentieren. Allmählich aber ist inzwischen das Interesse der Hundefreunde für diese Rasse als gute Familien- und Gebrauchshunde erwacht. Man muß also kein Rentierzüchter sein, um mit diesem Hund zu leben! Am meisten Freude hat mit ihm derjenige, der mit seinem Hund ein aktives Leben & führen will. Ein allzu „stillsitzendes" Leben ist nicht das richtige für ihn, es handelt sich nach wie vor um eine
„arbeitende Hunderasse". Größe und Gewicht eignen sich gut für die Haltung in der Familie - und es handelt sich um eine anspruchslose und überaus gesunde Rasse. Nördliche, harte Witterung macht ihm naturgemaß nichts aus, und er kommt in so gut wie jedem Gelande zurecht. Ein Lapinporokoira braucht mindestens 2 bis 3 Stunden Auslauftaglich, er liebtjede Art von Bewegung. Damit der Hund sich wohlfühlt, sollte er als regelmäßig körperlich, aber auch psychisch aktiviert werden Es gibt natürlich individuelle Unterschiede – und junge
Hunde sind fordernder als älteres.

Ein Lapinporokoira schafft es gut, einige Stunden am Tag allein zu Hause zu sein, aber wie bei allen anderen Hunderassen auch sollte man dies mit ihm, langsam beginnend, trainieren. Der Hund könnte gut in eine lebthafte Familie mit Kindem hineinpassen, aber - so wie es immer sein soll - die Familienmitglieder müssen „Hundeverstand" besitzen: die „Sprache" des Hundes verstehen, ihn z.B. auch in Ruhe lassen, wenn er müde ist.

Quelle: www.lapinporokoira.nl

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