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Allgemeines zum Tierschutz

RE: Hund beim Gassigehen hingerichtet!

 von Sternchen , 02.04.2007 14:04

Tierschützer prangern Wald- und Wiesen-Sheriffs an


Jedes Jahr «rächen» sich Jäger für ihr Jagdpech an angeblich «wildernden» Katzen und knallen sie ab: Der Präsident des Tierschutzvereins St. Gallen und Umgebung (TSV), Erich Feineis, protestiert gegen diese Praxis.

Tierquälerische Praktiken bei der Jagd auf Wildtiere, wie die Bejagung von sogenannten «Schädlingen» während der Jungenaufzucht, die laute Treibjagd und die völlig unnötige Baujagd blieben weiterhin erlaubt, schreibt Erich Feineis in seinem Editorial in den neusten Tierschutznachrichten.

Das gelte auch für die Jagd mit Schrot: Häufig würden Tiere nur verletzt und verendeten dann langsam, weil ein sogenannter Weidmann den für die Nachjagd nötigen Schweisshund nicht dabei habe oder weil er aus zu grosser Distanz auf ein flüchtendes Tier geschossen habe.

Frustbewältigung

Ein spezielles Kapitel seien die angeblich wildernden Hunde und Katzen, die von grüngewandeten Gewehrträgern zur Frustbewältigung abgeschossen würden, wenn ihnen das gewünschte Wild nicht vor den Lauf gekommen sei, schreibt Feineis weiter. Zahlen aus Deutschland belegten, dass dies häufiger geschehe als leichtgläubige Nichtjäger es für möglich hielten.

Häufig erregten freilaufende Hunde weidmännischen Unmut, auch wenn sie gar nicht gewildert hätten. Oft würden ignorante Hundehalter ihren «besten Freund» einfach nicht gut genug erziehen oder zu wenig beaufsichtigen.

Eine Million abgeknallte Katzen in Deutschland

Das Abknallen von freilaufenden Hauskatzen aber lasse sich in den allermeisten Fällen nicht mit «Wildern» rechtfertigen. Erhebungen aus Deutschland hätten in anonymen Umfragen sechs- bis siebenstellige Abschusszahlen von Katzen ergeben, schreibt Feineis.

Das bedeutet, dass in Deutschland pro Jahr rund eine Million Katzen von Jägern erlegt werden. In Deutschland ist der massenhafte Abschuss von Katzen - und Hunden - durch Jäger seit Jahren ein Thema und Gegenstand von heftigen Protesten von Tierschützern und Tierärzten.

In der Schweiz gibt es keine offiziellen Zahlen. Aber, dass Jäger jeweils zum Jagdende öfter mal auch einen «Katzenschmaus» veranstalten, ist keine Seltenheit.

Jedenfalls - so Feineis - müsse es manches «Hausbüsi» büssen, wenn dem Flintenmann mal kein Jagdglück beschieden gewesen sei und er auf dem Heimweg einfach seinen Frust loswerden wolle. Es gebe nur ganz vereinzelt solche selbst ernannten Wald- und Wiesen- Sheriffs, die die Verantwortung für das gehäufte Verschwinden von Hauskatzen trügen. (...)


Quelle: http://www.20min.ch/news/stgallen/story/18194975 (Auszug)


Sind die Jäger wild geworden?

Jagdverantwortliche äussern sich zu Vorwürfen des Tierschutz-Präsidenten

St. Gallen. Frustrierte Jäger würden wildernde Katzen und Hunde abschiessen: Die Vorwürfe des Tierschutz-Präsidenten sind happig – und die Jäger darob überrascht und verärgert.


Erich Feineis, Präsident des Tierschutzvereins St. Gallen und Umgebung, schlägt in den neuesten Tierschutz-Nachrichten forsche Töne an. Den Jägern – «grün- gewandete Gewehrträger», so Feineis – wirft er vor, zur «Frustbewältigung» wildernde Katzen und Hunde abzuschiessen, wenn ihnen kein Wild vor den Lauf komme (Ausgabe vom 4. Januar).

Markus Brülisauer, Amt für Jagd und Fischerei Kanton St. Gallen, sind die Vorwürfe des Tierschutz-Präsidenten auch zu Ohren gekommen. Und er ist überrascht. Denn: Brülisauer, Verantwortlicher für die Wildhüter im Kanton, sind keine solchen Widerhandlungen gegen die Jagdgesetzgebung bekannt. Er hält fest: Der Abschuss einer verwilderten Hauskatze oder eines wildernden Hundes ist gesetzlich geregelt.

Verwilderte Katzen, Wildkatzen

Der Jagd-Experte erklärt: Wenn eine Hauskatze verwildert, wenn sie verwahrlost in der freien Wildbahn lebt, wenn sie keinen Bezug mehr zum Menschen hat, dann darf sie geschossen werden. Denn: «Das ist keine echte Bereicherung der Wildbahn», sagt Brülisauer – vielmehr eine unerwünschte, wie jene des Waschbären oder gewisser Krebsarten. (...)

Quelle: St.Galler Tagblatt, 6.1.2007 (Auszug)


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Hallo Maria, Yukkimaus und Edgar!

Ich stimme Euch in Allem voll und ganz zu.Um noch einen Kommentar abzugeben,
bin ich noch viel zu geschockt, da ich auch noch Bilder von den Tieren
gesehen habe.
Die Jagdaufseher und Förster bei uns am Rimberg sind zum Glück alle in Ordnung.
Da so ewtas bis zum heutigen Tag noch nicht passiert ist und hoffentlich auch
nicht passieren wird.

Gruß
Sternchen

Sternchen
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