Forum "Haus zum Husky"

1. Hundewald im Harz

#1 von Yukkimaus , 21.04.2009 13:40

Der erste Hundewald im Harz bringt Mensch, Tier und Natur zusammen

Vom 01. April bis zum 15. Juli gilt in Niedersachsens Wäldern sowie auf Feld und Flur für Vierbeiner wieder „Freilauf verboten!“. Um die Gelege von Bodenbrütern wie Kiebitzen, Lerchen und Rebhühnern und jungen Wildtieren zu schützen, dürfen Hunde während der Brut- und Setzzeit landesweit nur angeleint ausgeführt werden.

Viele Hundebesitzer stellt der je nach Bundesland unterschiedlich gehandhabte Leinenzwang vor ein großes Problem: Obwohl die meisten Hundebesitzer für die Schutzmaßnahmen Verständnis haben, wissen sie nicht, wie sie ihren Hunden den notwendigen Auslauf verschaffen können. In der 1140 Einwohner zählenden Gemeinde Wildemann haben Hundefreunde jetzt eine Lösung erarbeitet, die in Dänemark längst erfolgreich praktiziert wird. Pünktlich zum Beginn der Brut- und Setzzeit eröffnete der Verein „Hundefreunde Bergstadt Wildemann e.V.“ den ersten Hundewald im Harz.

Über ein Jahr haben sich die Vereinsmitglieder und Befürworter für das 5000 Quadratmeter große Areal am Fuße eines in den 60er-Jahren stillgelegten Steinbruchs eingesetzt. Zuerst einmal bedurfte das Projekt der Zustimmung des zuständigen Forstamtes und der Unteren Naturschutzbehörde. Dann mussten Zaunpfähle in den betonharten Boden gerammt und ein Zaun gezogen werden. Das benötigte Material hatte die Forstverwaltung zur Verfügung gestellt. Revierförster Heinz Soltendieck sieht darin eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass die Menschen in Wildemann „vorbildhaft mit ihren Tieren umgehen und gleichzeitig aber auf die Natur Rücksicht nehmen“.

Die Kosten für die Pacht des Waldstücks trägt der Hundeverein. Eintritt will die Vereinsvorsitzende Gudrun Beck aber trotzdem keinen verlangen. „Der Hundewald soll den Hunden eine Möglichkeit verschaffen, sich artgerecht zu bewegen. Zudem ist er naturnah strukturiert. Es gibt Büsche, Baumgruppen und Stellen, wo die Hunde buddeln können“, sagt Beck. Und auch Wildemanns Bürgermeister Arno Schmidt (SPD), der selbst einen Altdeutschen Hütehund hat, hofft mit dem Hundewald zusätzliche Besucher in die Gemeinde zwischen Goslar und Osterode locken zu können: „Der Tourismus ist für Wildemann der wichtigste Wirtschaftszweig. Da Mensch und Tier zusammen gehören, denke ich, dass der Hundewald auch ein Aushängeschild für Wildemann ist.“

Quelle: PH 04/2009


 
Yukkimaus
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RE: 1. Hundewald im Harz

#2 von JennyUndMaya , 21.04.2009 14:17

Hey, das ist doch mal toll! Finde es ist eine super Idee und eine viel hundefreundlichere Alternative als die Freilaufwiesen, die wir hier haben. Die sind nämlich teilweise echt unpraktisch gelegen, die um die ecke zwischen hauptstraße und Kinderspielwiese/festplatz. Ohne Zaun natürlich...


Lieben Gruß von Jenny und Maya! :)



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